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Energielexikon: Atomenergie

Kurz erklärt

Atomenergie, auch Kernenergie genannt, ist Energie, die durch die Spaltung von Atomkernen gewonnen wird. In Kernkraftwerken wird meist Uran eingesetzt. Bei der Spaltung entsteht Wärme, mit der Wasser erhitzt wird. Der entstehende Dampf treibt Turbinen an – und so wird Strom erzeugt.

Wissenschaftlicher Ursprung

Der wissenschaftliche Hintergrund liegt in der Kernphysik.

Vereinfacht gesagt:
Bestimmte schwere Atomkerne, zum Beispiel Uran, können gespalten werden. Dabei wird:

  • Energie frei
  • Wärme erzeugt
  • weitere Kernspaltungen ausgelöst 

Diese Kettenreaktion wird im Kernkraftwerk technisch kontrolliert genutzt.

Vorteile der Atomenergie

  • sehr hohe Energiemenge aus vergleichsweise wenig Brennstoff
  • relativ kontinuierliche Stromproduktion
  • im Betrieb geringe direkte CO₂-Emissionen
  • unabhängig von Wetter wie Wind oder Sonne 

Nachteile der Atomenergie

  • radioaktiver Abfall mit sehr langen Lagerzeiten
  • Risiko schwerer Unfälle mit gravierenden Folgen
  • sehr hohe Investitions- und Rückbaukosten
  • lange Bauzeiten neuer Anlagen
  • ungelöste oder gesellschaftlich umstrittene Endlagerfrage 

Warum ist das für Unternehmer relevant?

Atomenergie ist nicht nur ein technisches Thema, sondern Teil der energiepolitischen Diskussion über:

  • Versorgungssicherheit  
  • Strompreise  
  • Klimaschutz  
  • Investitionen in die Energiezukunft 

Wer den Energiemarkt verstehen will, sollte auch die Rolle der Kernenergie im Stromsystem einordnen können.

Deutschland und der Atomausstieg

Der Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland wurde politisch bereits im Jahr 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima erneut und beschleunigt beschlossen.

Die letzten drei deutschen Kernkraftwerke wurden dann im April 2023 endgültig abgeschaltet.

Merksatz

Atomenergie liefert viel Strom auf kleiner Brennstoffbasis – bringt aber hohe Risiken, hohe Folgekosten und die Endlagerfrage mit sich.